Fixzins – Erklärung und Definition

Wenn Sie eine Finanzierung beantragen respektive einen Kredit aufnehmen möchten, müssen Sie sich zwischen zwei Zinsvarianten entscheiden. Zur Auswahl stehen der variable Zins und der so bezeichnete Fixzins. Ein Kredit bzw. eine Finanzierung mit vereinbarten Fixzinsen ist immer dann zu empfehlen, wenn Sie in finanziellen Angelegenheiten vorzugsweise auf Planbarkeit und Sicherheit setzen. Bei einer stimmigen Kreditkonzeptionierung ist zudem auch bei einer Fixzinsfinanzierung durchaus eine hohe finanzielle Flexibilität gegeben.

Finanzierungen sicher planen: Der Fixzins schützt vor Überraschungen

Laut Statistiken und Studienergebnissen ist die Nachfrage nach Krediten mit einem festen Fixzinssatz in Österreich so gefragt wie nie. Dies ist sicherlich auch den turbulenten Zeiten in der europaweiten Finanzbranche bzw. -wirtschaft geschuldet. Seit der Finanzkrise spielt die Sicherheit eine ungemein dominante Rolle bei der Aufnahme von Krediten. Da ein Fixzinskredit stets gleichbleibende Zinsen garantiert, schützt ein solcher vor negativen Überraschungen; Kredite mit einem variablen Zinssatz sind demgegenüber deutlich risikoreicher. Denn wenn es zu einer Zinsänderung kommt, ist davon lediglich ein Kredit mit eben variablen Zins betroffen. Steigt der Zins dabei, erhöhen sich gleichzeitig die Kreditraten. Ein Fixzinskredit ist demgegenüber gefeit vor einer Zinsänderung – unabhängig davon, ob der Zins steigt oder sinkt.

Zinsänderungen beeinflussen den Fixzinskredit in keiner Weise

Wenn Sie einen Fixzinskredit aufnehmen möchten, sollten Sie dies vorzugsweise in einer Niedrig-Zins-Phase realisieren. Denn in einer solchen Phase können Sie gleich doppelt von den niedrigen Zinsen profitieren. Zum einen erhalten Sie einen entsprechenden Kredit aufgrund eben der Niedrig-Zins-Phase zu günstigen Konditionen. Zum anderen gewährleistet Ihnen der vereinbarte Fixzins auch dann einen niedrigen Zinssatz, wenn die Zinsen wieder angehoben werden. Zusammengenommen schützt Sie ein Fixzins bei einem Kredit also davor, dass zum Beispiel eine Finanzierung einer Immobilie nicht in Schieflage gerät.

Die Fixzinshöhe ist auch immer von der gewählten Laufzeit abhängig

In der Regel können Sie bei Fixzinskrediten zwischen unterschiedlichen Laufzeiten wählen. Folgende Faustregel sollten Sie hierbei beachten: Je länger die Laufzeit, desto höher sind die Zinsen. Die Kreditinstitute bieten Ihnen zumeist Kreditverträge oder Finanzierungen an, bei denen Sie Ihren Fixzins für zehn, 15 oder 20 Jahre fest vereinbaren können. Welche Laufzeit für Sie dabei die richtige Lösung darstellt, hängt immer von der gewählten Kreditstrategie ab. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich für einen Volltilger oder für ein Finanzierungsmodell mit teilweiser Fixverzinsung zu entscheiden. Dies ist gerade bei der Finanzierung von Immobilien eine beliebte Variante.

Beim Immobilienkauf ist auch eine Finanzierung mit teilweiser Fixverzinsung möglich

Entscheiden Sie sich dabei für die Volltilger-Variante, bleiben die vertraglich vereinbarten Konditionen über die gesamte Laufzeit hinweg gleich. Das bietet ein Höchstmaß an Planbarkeit und Sicherheit. Allerdings gibt es hier auch einen entscheidenden Nachteil. Je länger der Kreditvertrag läuft, um so höher sind letztendlich auch die Zinsen. Daher ist diese Variante gerade dann empfehlenswert, wenn zukünftig Zinserhöhungen zu erwarten sind. Bei einer Finanzierung mit teilweiser Fixverzinsung kombinieren Sie den Fixzinskredit mit anderen Finanzierungsoptionen. So läuft bei einer solchen kombinierten Finanzierung der Fixzins nicht über die gesamte Laufzeit. Stattdessen kommt für den restlichen Finanzierungsteil auch der variable Zins zum Einsatz, der dann allerdings immer auf die Schwankungen des Leitzinses mit einer entsprechenden Zinsanpassung reagiert.